Die Junge Akademie Schweiz vernetzt Nachwuchsforschende aus verschiedensten Wissenschaftsbereichen und bildet ein inspirierendes Umfeld für inter- und transdisziplinäre Begegnungen und innovative Ideen. Die Mitglieder sind Ansprechpartner:innen für die Schweizer Wissenschaft und gelten als die junge Stimme der Akademien der Wissenschaften Schweiz. Mehr

News

Junge Akademie Schweiz JAS

Neues Präsidium und Sprecher gewählt

Die Mitglieder der Jungen Akademie Schweiz haben an ihrer Mitgliederversammlung ein neues Präsidium für die Amtszeit 2026/27 gewählt. Die gewählten Präsidiumsmitglieder ernannten daraufhin Clément Meier zum neuen Sprecher und Clara Zemp zur Vize-Sprecherin. In ihrer einjährigen Amtszeit wollen sie jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mehr Raum und Gehör verschaffen – besonders in einer Zeit, in der die Forschung immer wieder mit finanziellen Engpässen und einer wachsenden Erwartungshaltung seitens der Gesellschaft konfrontiert ist. Sie werden sich weiterhin für ein offenes und unterstützendes Forschungsumfeld einsetzen, inter- und transdisziplinäre Kooperation fördern und Wissenschaftsdiplomatie zur Stärkung der internationalen Zusammenarbeit und Entwicklung wissenschaftlicher Lösungsansätze für globale Herausforderungen nutzen.

Am 12. Juni 2026 wählte die Junge Akademie Schweiz an ihrer Mitgliederversammlung ihr neues Präsidium für das Jahr 2026/27. Zum neuen Sprecher wurde Clément Meier ernannt, die Position der Vize-Sprecherin hält neu Clara Zemp inne. Als Sprecher und Vize-Sprecherin vertreten Meier und Zemp die Junge Akademie nach innen und aussen und leiten die Präsidiumssitzungen.

Das Präsidium für das Jahr 2026/27 setzt sich wie folgt zusammen:

  • Clément Meier, Postdoktorand an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Lausanne; Sprecher der Jungen Akademie Schweiz 2026/27

  • Clara Zemp, ordentliche Professorin und Leiterin des Labors für Naturschutzbiologie am Institut für Biologie der Universität Neuenburg; Vize-Sprecherin der Jungen Akademie Schweiz 2026/27

  • Pamela Delgado, ausserordentliche Professorin an der Hochschule für Wirtschaft und Ingenieurswissenschaften Waadt (HEIG-VD), die zur Fachhochschule Westschweiz (HES-SO) gehört, und Dozentin an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Lausanne (EPFL).

  • Raffaela Kunz, Postdoktorandin, Rechtswissenschaftliche Fakultät, Universität Zürich

  • Emmanuel Senft, Forschungsmitarbeiter/Gruppenleiter, Forschungsgruppe für menschenzentrierte Robotik und KI, Idiap Research Institute

Sprecher Clément Meier bekräftigte sein Engagement für das kommende Jahr: «Unsere heutigen Herausforderungen wie die alternde Bevölkerung, der Klimawandel, Migration und auch geopolitische Spannungen sind eng miteinander verflochten und erfordern evidenzbasierte Ansätze und ein konstruktives Miteinander. Die Forschung nimmt dabei eine zentrale Rolle ein, die Gesellschaften bei der Bewältigung dieser Krisen zu unterstützen. Wir müssen aber auch Werte wie Empathie, Mitgefühl und Solidarität stärker in den Vordergrund rücken – sowohl in der Forschungsgemeinschaft als auch in unserer Gesellschaft. Gerade wenn sich vieles schnell verändert, müssen wir im Austausch bleiben und gemeinsam Lösungen finden. Die Junge Akademie Schweiz setzt sich für diese Werte ein und sorgt dafür, dass die nächste Generation von Forschenden sich frei entfalten und ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten kann. Vor allem in der heutigen Zeit, in der die Wissenschaft immer mehr mit finanziellen Engpässen konfrontiert ist.»

Vize-Sprecherin Clara Zemp fügte hinzu: «In einer Zeit, die von Unsicherheiten, dem rasanten Aufstieg von KI, dem Verlust der Artenvielfalt und diplomatischer Instabilität geprägt ist, müssen wir unsere Fähigkeiten für kritisches und systematisches Denken stärken. Wissenschaft kann weit mehr als Instrumente und Methoden entwickeln und wissenschaftliche Erkenntnisse liefern, sie kann auch viel zur Lösung komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. Dafür müssen wir aber über Fachgrenzen hinaus und unvoreingenommen mit allen Forschenden aus verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten. Und wir benötigen eine engere nationale und internationale Verknüpfung zwischen Akteuren aus Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Die jungen Forschenden spielen dabei eine sehr wichtige Rolle – und die Junge Akademie Schweiz bietet eine Plattform, um das alles möglich zu machen.»

Die Amtszeit des neuen Präsidiums dauert ein Jahr und beginnt jedes Jahr mit einer Gründungssitzung, die im Anschluss an die Mitgliederversammlung im Juni stattfindet. Zu den Aufgaben des Präsidiums gehört in erster Linie die Vorbereitung der Traktanden der Sitzungen der Mitgliederversammlung. Dazu zählen z. B. die Evaluation von Anträgen für gemeinsame Projekte unter Einbezug eines Sounding Boards oder die Genehmigung des Budgets vor dessen Vorlage an die Mitgliederversammlung. Das Präsidium kann zudem aus den Vorschlägen der Mitgliederversammlung eigene Ziele festlegen und strategische Massnahmen innerhalb der Jungen Akademie Schweiz ins Leben rufen.

Die Mitglieder der Versammlung danken dem abtretenden Präsidium für sein grosses Engagement. Ein besonderer Dank gilt der Sprecherin Nawal Kinany und der Vize-Sprecherin Sabrina H. Kessler für ihre Amtszeiten 2025/26. Unter ihrer Leitung erarbeitete und implementierte die Junge Akademie Schweiz einen Prozess für Stellungnahmen sowie einen Verhaltenskodex. Zudem wurden gezielte Angebote und Massnahmen für die Alumni eingeführt.

Kontakt

Junge Akademie Schweiz

Haus der Akademien
Laupenstrasse 7
Postfach
3001 Bern

Bleiben Sie auf dem Laufenden!